Unser Programm für eine solidarische Universität

Vom 11. bis zum 15.06.2018 finden an der Uni Bremen Gremienwahlen statt: Wir Studierenden bestimmen dabei den Studierendenrat (SR), der zum Beispiel den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) wählt. Wir von der hochschulpolitischen Liste »AStA für Alle« (AfA) kandidieren dafür auf Liste 6. Daneben werden die vier Plätze für Studierende im Akademischen Senat (AS), dem höchsten beschlussfassenden Gremium der Uni, neu gewählt. Hier stehen wir auf Liste 9 zur Wahl.

Wir von AfA setzen uns für eine progressive, linke Hochschulpolitik an der Uni Bremen ein – und was das für uns heißt, erfährst du im folgenden Wahlprogramm, das du dir hier auch als PDF anzeigen lassen kannst.

Selbstbestimmtes Studium

Wir fordern, dass das Verbot der Anwesenheitspflicht konsequent umgesetzt wird und erhalten bleibt. Wir wollen uns nicht vorschreiben lassen, wie wir unser Studium zu organisieren haben. Zwischen physischer Anwesenheit und bestandenen Prüfungsleistungen sehen wir keinen zwingenden Zusammenhang. Uns Studierenden ist zuzutrauen, selbst entscheiden zu können, was wir lernen wollen, wie wir lernen wollen und wie viel Zeit wir für unser Studium brauchen.

Ein weiteres, für uns Studierende zentrales Thema sind Prüfungen: Jedes Semester auf’s Neue sorgen sie bei vielen für Stress und Druck und das erst recht, wenn nach nur einer nicht bestandenen Prüfung das Schreckgespenst Exmatrikulation auf einmal nur noch wenige Semester entfernt ist. Statt einer Prüfungsordnung, die individuelle Lebensumstände in starre Fristen zwängt, fordern wir auch weiterhin eine unbegrenzte Anzahl an Prüfungsversuchen. Wer eine Prüfungsleistung nicht besteht, soll deswegen nicht mehr zwangsexmatrikuliert werden dürfen. Daneben setzen wir uns auch für eine ausgedehnte Abmeldefrist zu Prüfungen ein.

Zu einem selbstbestimmten Studium gehört auch die Möglichkeit, den Besuch von Kursen möglichst flexibel nach den individuellen Ansprüchen gestalten zu können. Voraussetzung dafür sind aber Kurszeiten, die sich an den Bedürfnissen der Studierenden orientieren und z.?B. auch für Studierende mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen belegbar sind. Bei Einführungsveranstaltungen, welche für das Studium grundlegend sind, wäre denkbar, Termine mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten oder verstärkt als Blockseminare anzubieten sowie das Angebot der online jederzeit abrufbaren Videoaufzeichnungen solcher Lehrveranstaltungen (»MobileLectures«) auszubauen. Letztere könnten zusammen mit einer besseren Dokumentation der Inhalte von Veranstaltungen – bspw. in Form von über Stud.IP zur Verfügung gestellte Skripte – auch die eigenständige Nachbereitung durch Studierende unterstützen.

Aus unserer Sicht sollte sich ein Studium den individuellen Lebenssituationen der Studierenden anpassen und nicht dazu führen, das wir Studierende uns dem Studium unterordnen. Klar ist für uns von AfA auch, dass dies nur ein erster Schritt ist: Von zentraler Bedeutung für ein selbstbestimmtes Studieren ist auch, die grundlegende Struktur des Studiums mit ihrer Fixierung auf die Regelstudienzeit abzuschaffen und damit auch den gesetzlichen Rahmen (BAföG & Co.) endlich an die Lebensrealität von uns Studierenden anzupassen!

Lern- und Lebensraum Uni

Die Uni ist für uns keine Lernfabrik, sondern eine der Säulen für gesellschaftlichen Fortschritt. Studierende sollten sich daher schon während ihres Studiums an Forschungsvorhaben beteiligen und eigene Ideen einbringen können. Für eine freie Lehre und Forschung benötigt es unserer Meinung nach eine solide Grundfinanzierung der Universität durch den Bund und das Land Bremen. So kann Wissenschaft auf gesamtgesellschaftliche Verantwortung und Erkenntnisgewinn abzielen, statt privatwirtschaftlichen Interessen unterworfen zu sein.

Kein neues, aber immer drängendes Thema ist der Mangel an Lehr- und Lernräumen. Es kann nicht angehen, dass z.?B. Lernräume in der Bibliothek mittlerweile als Ort für Lehrveranstaltungen fest eingeplant und so Studierende gegeneinander ausgespielt werden! AfA kritisiert die kritische Raumsituation schon seit Jahren: Wir fordern zum einen, dass die Universitätsleitung nicht nur neue Gebäude für einzelne Forschungsinstitute baut, sondern für alle Studierende nutzbare Lehr- und Lernräume einrichtet.

Zum anderen sehen wir aber auch Spielraum bei den vorhandenen Räumlichkeiten des Campus. Zentral ist dabei die Mensa am Boulevard. Diese bietet viel Platz zum Arbeiten und Lernen und sollte dafür außerhalb der Essenszeiten zur Verfügung stehen. So könnte die nicht nur in der Prüfungszeit angespannte Raumsituation ohne zusätzliche finanzielle Investition gelockert werden. Ebenfalls dazu gehört für uns besseres, flächendeckendes WLAN auf dem ganzen Campus sowie ausreichend Steckdosen im Hörsaal, an den Arbeitsplätzen und in Cafeteria und Mensa.
Mehr Raum für alle muss nicht zwingend nur innerhalb der Uni-Gebäude geschaffen werden. Wir fordern zusätzlich Außenarbeitsplätze mit Platz und Strom für Bücher und Laptop, sowie ein Außen-Audimax, denn bei 30 Grad wollen wir nicht den ganzen Tag drinnen rumhängen.

Ein großes Problem stellen momentan die fehlenden Abstellmöglichkeiten für Fahrräder dar. Deshalb fordern wir mehr überdachte Fahrradstellplätze. Dies würde die Benutzung des Fahrrads attraktiver machen und damit auch den insbesondere zu den Stoßzeiten stark frequentierten ÖPNV entlasten.

Freizeitangebote an der Uni

Die Uni ist für uns aber nicht nur Lehr- und Lernort, denn hier verbringen wir einen Großteil unserer Zeit. Wir sehen die Uni auch als einen Ort (inter-)kulturellen Lebens. Deshalb fordern wir mehr Kultur- und Freizeitangebote auf dem Campus, z. B. durch die zeitliche Ausdehnung der für alle frei nutzbaren Zeiten im Hochschulsport-Fitnessstudios oder auch eine Chill-Zone mit Platz zum Skaten, Musik hören und für Outdoor-Sport.

Besonders unter der Woche fehlt es an Kulturangeboten direkt am Campus. Diese Lücke darf nicht durch Veranstaltungen kommerzieller Anbieter*innen, wie der extern organisierten Mensaparty, oder mit dem Red-Bull-Bandcontest gefüllt werden – vielmehr sollten wir Studierende diesen Ort selbst gestalten. Daher setzen wir uns für ein Kulturreferat mit einem angemessenen Budget im AStA ein, das uns Studierende dabei unterstützt, den kulturellen Raum an der Uni zurückzuerobern!

Auch außerhalb der Uni möchten wir den Studierenden die Teilnahme am Kulturangebot in Bremen ermöglichen. Deswegen setzen wir uns für ein Kulturticket ein, das in Kooperation mit einer Vielzahl von Träger*innen realisiert werden soll. Dazu gehören für uns ein möglichst breites Feld an kleinen und großen Kulturbetrieben, Clubs, Kinos und Theatern. Das Aufkündigen der Partnerschaft mit der Stadtbibliothek für kostenlose Blibotheksausweise, welches vom aktuellen AStA ernsthaft in Erwägung gezogen wird, lehnen wir hingegen ab!

Gebührenfreies Studium

Der Verwaltungskostenbeitrag beträgt derzeit 62 €, zum kommenden WiSe soll er sogar auf 74 € angehoben werden. Für uns ist dieser Beitrag eine versteckte Studiengebühr. Wir setzen uns daher aktuell dafür ein, eine Erhöhung des Verwaltungskostenbeitrags zu verhindern und diese Gebühr langfristig abzuschaffen und konnten an dieser Stelle auch aus der Opposition im SR erste Zusagen aus der Landespolitik erreichen.

Kaum jemand kommt ohne Literatur durchs Studium. Stehen in der Bibliothek aber nur wenige Exemplare, lässt sich der Kauf eines eigenen Buches häufig nicht vermeiden. Doch studienrelevante Literatur ist oft teuer und kann somit für Studierende zum finanziellen Problem werden. Eine Lösung sehen wir deshalb in einer massiven Ausweitung des Online-Angebotes der Universitätsbibliothek. Hierbei stellen wir uns vor allem den Ausbau der online abrufbaren Literatur durch Ergänzungen bestehender Verträge mit Verlagen sowie eine Digitalisierung älterer Werke im Bestand der Bibliothek vor. Außerdem braucht es ein deutlich größeren Bestand an ausleihbaren Büchern.

Daneben sind besonders die Kosten des Semestertickets in den letzten zehn Jahren auf mehr als das Doppelte gestiegen. Für uns ist Mobilität eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium, weshalb wir auch weiterhin das Modell eines Semestertickets unterstützen. Der aktuelle AStA hat aus unserer Sicht leider bei den Verhandlungen um ein landesweites Ticket eine viel zu passive Rolle eingenommen, weshalb zum nächsten Semester der Preis des Semestertickets erneut um mehr als 20 € steigen soll. Wir sagen: Es reicht – die Kosten für das Semesterticket dürfen nicht weiter steigen! Dafür wollen wir die Verhandlungsmacht des AStA durch bessere Vernetzung mit anderen ASten sowie Auszubildenden- und Schüler*innenvertretungen stärken.
Die Uni Bremen behauptet, viel Wert auf Internationalität zu legen. Wer einen solchen Standpunkt vertritt, kann aber nicht bis zu 160 € pro Semester für einen Sprachkurs von uns Studierenden fordern! Wir setzen uns daher langfristig für kostenlose Sprachkurse ein.

Studentisches Wohnen und Leben

Wohnst du noch oder lebst du schon? Damit studentisches Wohnen bezahlbar bleibt, setzen wir uns für mehr öffentlichen Wohnraum zentral und direkt am Campus statt privat betriebener Residenzen ein. Den geplanten Neubau von Wohneinheiten durch das Studierendenwerk begrüßen wir und werden ihn wohlwollend, aber kritisch begleiten. Allerdings werden diese neuen Unterkünfte erst in einigen Jahren fertig und lösen nicht die akute Situation.

Ein leerer Bauch studiert nicht gern. Das vegetarische und insbesondere das vegane Angebot in der Mensa sind preislich immer noch unzureichend und zudem nicht sonderlich abwechslungsreich. Wir fordern daher, an allen Mensa-Standorten der Uni subventioniertes Essen anzubieten, das den verschiedenen Bedürfnissen aller entgegenkommt. Dabei setzen wir uns auch für eine dezentrale Versorgung der Bereiche auf dem Campus ein, die nicht direkt am Boulevard gelegen sind.

Die psychologisch-therapeutische Beratungsstelle (ptb) des Studierendenwerks stellt eine zentrale Anlaufstelle bei verschiedensten Problemen dar. Der Bedarf ist in den letzten Jahren gestiegen. Dennoch mangelt es an Mitarbeiter*innen und Hilfsangebote sind von Streichungen bedroht. Lange Wartezeiten sind keine Ausnahme und sorgen für Stress und Frust. Damit jede*r möglichst schnell und unkompliziert die nötige Unterstützung erhält, muss aus unserer Sicht das bestehende Angebot der ptb erhalten und vor allem erweitert werden!

Viele von uns arbeiten als studentische Hilfskräfte (SHKs) und halten so den universitären Betrieb mit am Laufen. Kurze Vertragslaufzeiten und ein Stundenlohn nur in Höhe des Mindestlohns erschweren jedoch eine sichere finanzielle Planung erhöhen den Druck auf uns Studierende. Zudem sind die Aufgaben und der Umfang der Beschäftigung oftmals nur unklar geregelt: So entsprechen z.?B. bei Tutor*innen die vereinbarten und somit bezahlten Stunden zum Teil nicht den für den Umfang der Aufgaben tatsächlich benötigten. In solchen Fällen liegt der reale Stundenlohn also noch unter dem Mindestlohn!

Wir setzen uns deswegen für die studentischen Hilfskräfte ein und fordern eine den Aufgaben angemessene Bezahlung. In Niedersachsen erhalten studentische Hilfskräfte bspw. gestaffelt nach ihrem bisherigen Abschluss mindestens 9,93 € pro Stunde (Quelle: Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen). Warum sollte eine ähnliche Regelung an der Uni Bremen nicht auch funktionieren?

Weiterhin werden wir uns für eine Laufzeit der Arbeitsverhältnisse als studentische Hilfskräfte von mindestens einem Semester einsetzen, die uns Studierenden eine höhere Planungssicherheit ermöglichen soll. Unterschreitungen dieser Mindestvertragslaufzeit sollten nur auf ausdrücklichen Wunsch des*der Studierenden erfolgen. Wir fordern eine transparente und klare Regelung für SHK-Arbeitsverhältnisse! Um diese Forderungen durchzusetzen, sind wir eine der treibenden Kräfte in einem Bündnis zur Etablierung eines Tarifvertrages für studentische Beschäftigte und stehen dort für die Interessen der studentischen Beschäftigten zusammen mit anderen Gruppen wie den Gewerkschaften ein. Leider hat der AStA in der vergangenen Legislatur das Gewerkschaftsreferat abgeschafft. Wir von AfA fordern aber dessen Wiedereinführung, damit innerhalb des AStA ein Aktivposten im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen für uns Studierende an der Uni geschaffen wird.

Eine Uni für Alle heißt Chancengleichheit

Chancengleichheit bedeutet für uns eine umfassende Barrierefreiheit, die über Fahrstühle und Rampen hinausgeht und niemanden aufgrund von Behinderung oder chronischer Krankheiten benachteiligt. Deshalb fordern wir zum Einen die Instandsetzung und -haltung bestehender barriereüberwindender Maßnahmen sowie ein barrierefreies Sicherheitskonzept in der Universität. Zum anderen fordern wir im Hinblick auf Studierende mit Familie, zu pflegenden Angehörigen oder beruflichen Verpflichtungen, dass sich die Realität des Studiums an die Lebensrealität der Studierenden anpasst. Daher treten wir neben den oben erwähnten, flexibleren Veranstaltungsformaten auch für ausreichend kostenfreie KiTa-Plätze an der Uni ein, um allen Menschen ein Studium unter Berücksichtigung ihrer Lebenssituation zu ermöglichen.

Kritisch betrachten wir von AfA die Auswahl im Rahmen des Hochschulzugangs. Elitäre Auswahlkriterien wie den Numerus Clausus (N.C.) lehnen wir ab – auch beim Zugang zu Master-Studiengängen! Neben mehr Plätzen in bestehenden Masterstudiengängen fordern wir die Ausweitung des Angebots und die gleichwertige und schnelle Anerkennung alternativer Hochschulzugangsberechtigungen. Zudem kritisieren wir mit Blick auf Masterstudienplätze, dass nur eine Bewerbung auf einen Studiengang an der Uni Bremen möglich ist. Vorstellbar wäre hier, eine Rangfolge für mehrere angebotene Masterprogramme angeben zu können. Außerdem wollen wir erreichen, dass für alle Studierenden der Uni Bremen auch ein Masterplatz in Bremen garantiert wird.

Laut ihrer eigenen Ziele will die Uni Bremen die Diversität fördern. Beim Blick auf die aktuelle Besetzung höherer Positionen ist von dieser gewünschten größeren Vielfalt in vielen Fachbereichen nicht viel zu sehen. So bilden z.?B. Frauen* unter den Professor*innen noch eine klare Minderheit in Bereichen wie Physik und Elektrotechnik sowie Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften. Selbst das fünfköpfige Rektorat stellt mit nur einem weiblichen* Mitglied kein positives Beispiel dar. Auch andere gesellschaftliche Gruppen sind in höheren Positionen deutlich unterrepräsentiert und spiegeln immer noch ein jahrzehntealtes Gesellschaftsbild wieder! Insbesondere bei der Besetzung der Lehrstühle muss daher zukünftig endlich Rücksicht auf eine größere Vielfalt genommen werden. So werden ebenfalls die kritische Auseinandersetzung und damit auch die Qualität der Lehre gefördert.

Wir setzen uns dafür ein, sich alle an der Uni respektiert fühlen und lehnen jegliche Art von Diskriminierung, Rassismus und Sexismus ab. Daher können wir nicht nachvollziehen, wieso immer noch Hochschulwerbung mit sexistischen und diskriminierenden Inhalten auf dem Campus zu finden ist. Die Deutsche Hochschulwerbung (DHW) wirbt an der Uni Bremen u.?a. für Glücksspiel wie Sportwetten. Durch die Kommerzialisierung der Werbung an der Uni werden die Studierenden in ihrer Möglichkeit eingeschränkt, auf eigene Themen aufmerksam zu machen. Wenn die sichtbarsten Flächen von der DHW blockiert werden, bleiben für studentische Initiativen nur noch Flächen abseits der belebten Orte. Wir sprechen uns klar gegen diesen Trend der Hochschulkommerzialisierung und gegen die Zusammenarbeit mit der DHW aus und fordern, die Uni werbefrei zu halten.

Studentische Mitbestimmung

Der mit Abstand größten Statusgruppe der Uni, den Studierenden, muss die Möglichkeit gegeben werden, sich aktiv an der Gestaltung der Uni zu beteiligen. Das bedeutet auch, dass die Fachbereiche die sog. Gremienzeit – also eine Zeit, in der keine Lehre stattfinden, sondern uns Studierenden für Gremienarbeit zur Verfügung stehen soll – wieder von Veranstaltungen freimachen müssen.

Die Studiengangsausschüsse (Stugen) sind für alle Studierenden der Uni Bremen die ersten Ansprechpartner*innen, wenn es Stress im Studium gibt. Da sie direkt auf Studiengangsebene angesiedelt sind, haben sie einen besseren Überblick über die Geschehnisse im Fachbereich. Deswegen setzen wir uns für deren Stärkung z.?B. durch ein besonderes Rederecht für Stugen im SR und die Anhörung der Stugen-Konferenz (StuKo) im SR ein. Außerdem wollen wir uns sowohl auf Fachbereichsebene als auch uni-weit für mehr studentische Mitbestimmung einsetzen.

Durch undurchsichtige und undemokratische Verhältnisse in beschlussfassenden Gremien wird die Beteiligung auf den verschiedenen Entscheidungsebenen der Uni allerdings immer wieder erschwert. Wir fordern daher: Gremien, die sich mit der Gestaltung des Studiums beschäftigen, müssen demokratischer, transparenter und studierendenfreundlicher werden. Dazu gehört, dass Protokolle z.?B. von Sitzungen des Studierendenrates zeitnah auf der entsprechenden Website veröffentlicht werden und der AStA regelmäßig auch uniweit über seine Aktivitäten berichtet.

AfA wirkt! Im AStA und in der Opposition.

AfA setzt sich seit vielen Jahren für studentische Belange ein und hat dabei immer wieder Erfolge für die Studierendenschaft an der Uni Bremen erzielt. So haben wir uns etwa erfolgreich für den Erhalt der Psychologie eingesetzt, darauf hingewirkt, dass die Prüfungsvorleistungen abgeschafft werden und auf gesetzlichem Weg die Verankerung einer Zivilklausel und die Abschaffung der Anwesenheitspflicht erreicht. Als wir zuletzt im AStA waren, haben wir darüber hinaus z. B. das AStA-Kinderland ausgebaut, den für Studierende kostenfreien Ausweis für die Stadtbibliothek ausgehandelt sowie das Projekt »Wohnen für Hilfe« nach Bremen geholt. Auch in den letzten Jahren konnten wir aus der Opposition für euch wirken: Neben der Arbeit an unseren Themen und der Organisation von Aktionen wie unserem AfA-Buchtrödel kritisieren wir regelmäßig die fehlende Transparenz des aktuellen AStA und fordern konsequent Berichte seiner Referate ein.

Wir setzen uns für die Interessen aller Studierenden ein! Deshalb vom 11. bis 15. Juni wieder Liste 6 in den Studierendenrat und Liste 9 in den Akademischen Senat wählen!